Warum Sie eine Beziehung zu sich selbst brauchen: Warum das gemeinsame Alleinsein schlimmer ist als das Alleinsein mit sich selbst

Man kann 24 Stunden am Tag in derselben Wohnung sein, ein Bett und ein Budget teilen und trotzdem eine eisige Einsamkeit spüren, die tiefer geht als ein leeres Zimmer.

Es ist ein besonderer Zustand – die Einsamkeit als Paar, wenn die physische Anwesenheit des Partners den emotionalen Abgrund nur noch verstärkt, berichtet .

Sie ist gefährlicher als die klassische Einsamkeit, weil sie die Hoffnung tötet. Sie entsteht, wenn eine Beziehung das Wichtigste verliert – den Dialog.

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Sie hören auf, Ihre innere Welt mitzuteilen, aus Angst vor Missverständnissen oder Streitigkeiten. Die Kommunikation reduziert sich auf den Austausch von Alltagsinformationen.

Sie leben in parallelen Bahnen, die sich manchmal überschneiden, aber nicht mehr zu einem einzigen Gefühlsfeld verschmelzen. Mit der Zeit wird es zur Gewohnheit, und Schweigen ist bequemer als der Versuch, etwas zu ändern.

Psychologen sagen, dass solche Beziehungen oft durch die Angst zusammengehalten werden: vor dem Unbekannten, vor der Verurteilung, vor finanzieller Not oder vor der Einsamkeit im Quadrat. Die Menschen ziehen den bekannten Schmerz dem Unbekannten vor und klammern sich an den Anschein einer Verbindung, die innerlich schon lange tot ist.

Sie werden zu den Verwaltern ihres eigenen emotionalen Mausoleums. Experten schlagen einen einfachen, aber harten Test vor: Stellen Sie sich vor, Ihr Partner würde morgen verschwinden.

Was würden Sie außer einem natürlichen Schock empfinden? Tiefe Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen oder Erleichterung und ein Gefühl der Freiheit? Die Antwort mag nicht angenehm sein, aber sie ist brutal ehrlich.

Die Situation kann nur durch verzweifelte Aufrichtigkeit gerettet werden, die entweder die Beziehung vor dem Abgrund bewahrt oder ihre Nichtlebensfähigkeit endgültig offenbart. Sie müssen ein Risiko eingehen und das Schlimmste aussprechen: „Ich bin einsam mit dir.

Ich habe Angst, dass wir uns fremd geworden sind. Können wir versuchen, die Dinge zu ändern, oder sollten wir einander loslassen?“

Die persönliche Erfahrung von Menschen, die diese Art von Erfahrung gemacht haben, sagt, dass die Zeit nach einem solchen Gespräch die schwierigste ist. Aber es ist eine ehrliche Schwierigkeit, die entweder zur Wiedergeburt oder zur endgültigen Befreiung führt.

Jahrelang in Ungewissheit zu verharren, lähmt dagegen die Psyche und raubt den Glauben an sich selbst und an die Möglichkeit wahrer Intimität. Manchmal ist die einzige Möglichkeit, sich wieder mit sich selbst zu verbinden, die, dass man zuerst die erdrückende Bindung zu jemandem durchbricht, der nah, aber weit weg ist.

Zu lernen, mit sich selbst allein zu sein, die eigenen Wünsche zu hören, ohne auf den anderen zu schauen, ist der erste Schritt, um in Zukunft eine Beziehung aufzubauen, in der ein gemeinsames Alleinsein unmöglich ist. Letztendlich ist der beste Test für eine Beziehung nicht, wie sehr man Angst hat, sie zu verlieren, sondern wie gut und erfüllt man zusammen ist.

Wenn die Antwort auf diese Frage nein lautet, sind Sie vielleicht schon lange Single. Und sich das einzugestehen, ist keine Niederlage, sondern der Beginn der Reise ins wahre Leben.

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