In Momenten der Angst und Anspannung schaltet der Körper ein uraltes Überlebensprogramm ein und bereitet sich auf Angriff oder Flucht vor.
Er beginnt, Energiereserven in Form von Fett anzusammeln, vor allem in der Bauchgegend, und benötigt hochkalorische Nahrung als Reserve, auch wenn keine wirkliche Lebensgefahr besteht, so der Korrespondent von .
Cortisol, das wichtigste Stresshormon, stellt den Stoffwechsel buchstäblich neu ein, verlangsamt ihn und löst die Ablagerung von viszeralem Fett aus. Dieses Fett verdirbt nicht nur die Figur, es ist auch aktiv und setzt Stoffe frei, die den Körper in einem Zustand der Entzündungshemmung halten.
Pixabay
Ein anstrengendes Training in einem Stresszustand kann das Gegenteil bewirken und den Cortisolspiegel noch weiter ansteigen lassen. Der Körper nimmt sie als zusätzliche Bedrohung wahr und klammert sich noch fester an die Fettspeicher.
Im Kampf gegen das Stressgewicht sollte der erste Schritt nicht darin bestehen, das Regime zu straffen, sondern das Nervensystem sanft zu beruhigen. Spaziergänge in der Natur, Meditation, Atemübungen oder auch nur ein Hobby, das den Kopf ausschaltet, sind hier effektiver als jede Cardio-Session.
Die Schlafqualität hat einen direkten Einfluss auf die Stresstoleranz. Schlafmangel macht uns emotional anfälliger, und chronischer Stress wiederum verschlechtert den Schlaf, wodurch sich der Teufelskreis schließt.
Ich habe eine „Zehn-Minuten-Schweige-Regel“ für morgens und abends eingeführt – ich sitze einfach mit geschlossenen Augen da und beobachte meinen Atem. Das hat mein Leben nicht unbeschwert gemacht, aber es hat mir einen inneren Kern gegeben, der verhindert, dass kleine Probleme den Mechanismus von Panik und Überessen auslösen.Wenn der Stress nachlässt, hört der Körper auf, jeden Bissen Essen als potenzielle Fluchtquelle zu sehen. Der Appetit normalisiert sich und es wird viel einfacher, ein gesundes Gewicht zu halten.
Stressbewältigung hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern mit einem klugen Umgang mit Ressourcen. Ein ruhigerer Geist trifft nicht nur am Tisch, sondern auch im Leben bessere Entscheidungen, was sich unweigerlich auf den körperlichen Zustand auswirkt.
Lesen Sie auch
- Warum Sie achtsam essen müssen: Wie Sie das Mittagessen von einer lästigen Pflicht in ein Erholungsritual verwandeln
- Wenn Wasser besser wirkt als Vitamine: Wie regelmäßige Flüssigkeitszufuhr Ihren Stoffwechsel wieder in Gang bringt

