Warum Sie langsam essen sollten: der nicht offensichtliche Zusammenhang zwischen Essgeschwindigkeit und Portionsgröße

In der Hektik unseres Lebens verschlingen wir unser Mittagessen oft, während wir auf einen Bildschirm starren, ohne den Geschmack des Essens überhaupt wahrzunehmen.

Das Sättigungssignal des Magens an das Gehirn dauert etwa 20 Minuten, und wenn man einen Teller in zehn Minuten schafft, hat das Gehirn einfach keine Zeit zu erkennen, dass man bereits satt ist, berichtet der Korrespondent von .

Schnelles Essen führt zu mechanischem Überessen: Man isst mehr, als man braucht, um seinen Hunger zu stillen, einfach weil man sich keine Zeit zum Innehalten und Bewerten lässt. Schweregefühl im Magen und Schläfrigkeit am Nachmittag sind oft eine Folge nicht der Zusammensetzung der Mahlzeit, sondern der Geschwindigkeit, mit der sie verzehrt wird.

Wir begannen mit einer einfachen Regel: Legen Sie die Gabel nach jedem Bissen auf den Tisch und kauen Sie mindestens 20 Mal. In den ersten Tagen schien es schmerzhaft langsam zu gehen, aber bald stellten wir fest, dass ich die Hälfte meiner üblichen Portion aß und mich nicht schwer, sondern angenehm gesättigt fühlte.

Langsames Kauen ist die erste und entscheidende Phase der Verdauung, in der die Speichelenzyme beginnen, die Kohlenhydrate aufzuspalten. Wenn man die Nahrung in Stücken herunterschluckt, wird die ganze Arbeit dem Magen aufgebürdet, was ihm die Arbeit erschwert und die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt.

Auch die Geschmacksknospen brauchen Zeit, um Geschmacksnuancen zu erkennen und Genuss-Signale an das Gehirn weiterzuleiten. Wenn Sie langsam essen, erhalten Sie mehr Befriedigung aus weniger Nahrung, weil Sie die sensorische Erfahrung voll ausleben.

Machen Sie in der Mitte einer Mahlzeit bewusst eine Pause, um einen Schluck Wasser zu trinken und sich zu fragen: „Bin ich noch hungrig?“ – durchbricht den Automatismus. Oft stellt sich heraus, dass der Hunger bereits gestillt ist und kein Grund besteht, weiter zu essen, sondern nur die Gewohnheit und der Geschmack des Essens einen zum Weitermachen bewegen.

Diese Fähigkeit ist besonders nützlich in Situationen, in denen das Essen als Kulisse dient – bei Buffets, Partys oder beim Anschauen einer Fernsehserie. Indem Sie langsamer werden, hören Sie auf, „automatisch“ zu essen, und fangen an, eine bewusste Entscheidung zu treffen, ob Sie noch einen weiteren Bissen zu sich nehmen. Sofa.

Das Tempo des Essens wirkt sich sogar auf den Blutzuckerspiegel aus: Ein starker Anstieg nach einer schnellen Kohlenhydratmahlzeit führt zu einem ebenso starken Abfall und einer schnellen Rückkehr des Hungers. Langsame, gleichmäßige Mahlzeiten tragen dazu bei, den Energielevel stabil zu halten.

Die Gewohnheit, langsam zu essen, ist nicht nur ein Geschenk für das Verdauungssystem, sondern auch für das Nervensystem. Sie verwandelt das Essen von einer routinemäßigen Tankfüllung in ein kleines tägliches Ritual der Selbstfürsorge, das Sie lehrt, auf Ihren Körper zu hören und seine Signale zu respektieren.

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