Warum legt man Eierschalen in ein Glas mit Setzlingen?

Auf den Fensterbänken vieler Datscha-Bewohner bietet sich ein seltsames Bild: Tomaten- oder Paprikasetzlinge wachsen friedlich in Plastikbechern, und auf dem Boden liegen saubere weiße Eierschalenfragmente.

Dies ist kein Tribut an den Aberglauben, sondern ein einfacher und wirksamer Trick zur Vorbeugung gegen die Schwarzbeinigkeit – eine schreckliche Pilzkrankheit, die über Nacht alle Setzlinge niedermähen kann, berichtet der Korrespondent von .

Die Schale wirkt wie eine Mulchschicht, die eine trockene Barriere zwischen dem feuchten Boden und den zarten Stängeln bildet, in die die Pilzsporen nicht eindringen können. Ihre Rolle beschränkt sich jedoch nicht auf den mechanischen Schutz.

Die sich langsam zersetzende Schale erfüllt die Funktion eines leichten Futters und sättigt den Boden mit Kalzium, das für die korrekte Entwicklung der Pflanzenzellwände entscheidend ist. Dies ist besonders wichtig für Tomaten und Paprika, die bei Kalziummangel während der Reifezeit der Früchte an Krautfäule leiden.

Großmutter sagte immer, dass Sämlinge in der Schale „stark, knuckle“ wächst, und die moderne Forschung bestätigt nur ihr Recht und stellt die Verbesserung der Pflanzenstruktur fest. Die Schalen sollten richtig geerntet werden: gründlich von Eiweißrückständen gewaschen, um keine Mücken anzulocken und keinen Schimmel zu verursachen, und dann gut getrocknet und zerkleinert.

Ideal ist es, sie zu feinen Krümeln, fast zu Staub, zu mahlen, um sie zu mulchen, oder sie in einer Kaffeemühle zu zerkleinern, um sie bei der Vorbereitung von Beeten der Erdmischung beizumischen. Um ausgewachsene Pflanzen zu ernähren, können Sie einen Aufguss herstellen: Übergießen Sie die Schalen von einem Dutzend Eiern mit einem Liter kochendem Wasser, bestehen Sie eine Woche lang darauf und verwenden Sie es mit Wasser verdünnt.

Die Schale ist jedoch kein Allheilmittel oder Volldünger. Ihre Reaktion ist alkalisch, so dass eine unkontrollierte Anwendung den Säuregehalt des Bodens verändern kann, was zum Beispiel Heidelbeeren oder Rhododendren nicht gefällt.

Es handelt sich vielmehr um einen nützlichen Zusatzstoff, ein Element der natürlichen Landwirtschaft, das dazu beiträgt, den Stoffkreislauf im Haushalt zu schließen und den Abfällen ein zweites Leben zu geben. Wenn Sie diese knusprige Krume über Ihre Setzlinge streuen, schützen Sie sie nicht nur, sondern schließen sich einem uralten Kreislauf an, in dem nichts verloren geht.

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