Die Methode, Kartoffeln in Brennnesseln zu pflanzen, erscheint wild, bis man sie ausprobiert.
Die vorbereiteten Knollen werden nicht in ein Loch mit Erde gelegt, sondern in ein „Nest“ aus frisch gepflückten Brennnesseln, mit denen sie den Boden bedecken und die Oberseite abdecken, berichtet ein Korrespondent von .
Dann wird diese grüne Decke mit gewöhnlicher Erde bedeckt. Wenn die Brennnesseln verrotten, erfüllen sie mehrere Funktionen: Sie wirken als wärmendes organisches Kissen, schrecken mit ihrem stechenden Saft Drahtwürmer ab und sind ein hervorragender Startdünger, der reich an Stickstoff und Silizium ist.
Aber Brennnesseln sind nicht die einzigen „grünen Helfer“. Löwenzahn, Hülsenfrüchte, Klettenblätter können auf die gleiche Weise verwendet werden.
Die Hauptsache ist, dass das Grün saftig, ohne Samen und ohne Anzeichen von Krankheiten ist. Diese Methode eignet sich besonders gut für arme, schwere Böden, auf denen die Kartoffeln nur schwer durchbrechen können.
Die Zersetzung organischer Stoffe lockert den Boden auf, lockt Regenwürmer an und schafft ein ideales Feuchtigkeits- und Luftregime für die Knollenbildung. Die Technik ist einfach: Auf den Boden des Lochs oder der Furche wird eine 5-7 cm dicke Schicht Brennnesseln gelegt, darauf eine Knolle mit den Trieben nach oben, dann eine weitere Schicht Brennnesseln, und das Ganze wird mit Erde vom Damm bedeckt.
Wenn das Kraut wächst, wird anstelle des Krauts auch geschnittenes Gras oder Unkraut unter den Busch gelegt. Das Ergebnis sind Kartoffeln, die praktisch kein Unkraut jäten und nur minimal bewässert werden müssen, da der Grasmulch die Feuchtigkeit perfekt speichert.
Das Überraschendste ist der Geschmack dieser Kartoffeln. Knollen, die in Symbiose mit sich zersetzendem organischem Material wachsen, sind besonders krümelig und schmackhaft, als hätten sie die gesamte Sonnenenergie der grünen Masse absorbiert.
Dies ist eine Rückkehr zu den Ursprüngen, zu einer Zeit, in der die Landwirtschaft kein Kampf mit der Natur war, sondern eine Zusammenarbeit mit ihr, in der jede Pflanze, sogar das Unkraut, ihren eigenen nützlichen Nutzen fand.
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