Warum eine Katze Schnurrhaare an den Pfoten braucht: der geheime Navigator, von dem Sie gar nicht wussten, dass Sie ihn suchen

Jeder kennt die prächtigen Vibrissen auf der Katzenschnauze – diese Schnurrhaare sind Antennen, die der Katze helfen, Entfernungen einzuschätzen und im Dunkeln zu navigieren.

Aber nur wenige Menschen bemerken die ähnlichen steifen Haare, die auf der Rückseite der Vorderpfoten, direkt über den Ballen, herausragen, so ein -Korrespondent.

Sie scheinen zufällig zu sein, aber in Wirklichkeit sind sie ein wichtiges Instrument, das die Pfote in ein hochpräzises sensorisches System verwandelt. Diese Vibrissen helfen der Katze zu „fühlen“, was sie noch berühren wird.

Während der Jagd, wenn die Beute bereits in ihren Pfoten ist, kann die Katze sie oft wegen ihres eigenen Körpers nicht sehen. Es sind die Schnurrhaare an den Handgelenken, die dem Gehirn Informationen über die kleinsten Bewegungen der Beute, ihre Position und Fluchtversuche liefern.

So kann der Griff blitzschnell angepasst werden, ohne die Kopfposition zu verändern. Ohne diesen Mechanismus würden viele Angriffe schon im Endstadium scheitern.

Ein Zoologe, der kleine Raubtiere untersuchte, verglich diese Vibrissen mit den Fingerspitzen eines Blinden, der Blindenschrift liest. Für eine Katze wird die Welt aus der Nähe buchstäblich von ihren Pfoten „gelesen“.

Das erklärt, warum viele Katzen es so sehr hassen, wenn man diese Haare berührt, geschweige denn schneidet. Sie werden eines Teils des taktilen Bildes der Welt beraubt, was zu Unbehagen und Desorientierung führt, insbesondere in einer unbekannten Umgebung.

Wenn Sie Ihre Katze beobachten, fällt Ihnen vielleicht auf, dass sie, wenn sie vorsichtig auf den Rand einer Badewanne oder einen neuen Gegenstand tritt, zunächst ihre Pfote leicht nach vorne streckt, als würde sie die Luft „abtasten“. In diesem Moment bewegen sich auch die Vibrissen an den Pfoten und sammeln Daten über den Raum.

Dies ist ein komplexer biomechanischer Tanz, der in Millionen von Jahren der Evolution geschliffen wurde. Jetzt, wo ich weiß, dass es ihn gibt, betrachte ich gewöhnliche Katzenpfoten mit Bewunderung.

Man sollte diese Haare niemals stutzen – sie fallen aus und erneuern sich von selbst. Der Respekt vor einem so empfindlichen Werkzeug gehört zum Verständnis der Natur des Haustiers.

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Katze nicht mehr springt oder häufiger auf der Sofakante landet, sollten Sie nicht nur den Zustand ihrer Augen, sondern auch den dieser unscheinbaren, aber wichtigen Schnurrhaare überprüfen. Vielleicht liegt dort die Ursache für die vorübergehende Ungeschicklichkeit.

Lesen Sie auch

  • Was würde passieren, wenn ein Hund und eine Katze die Plätze tauschen würden? Die Welt aus einer anderen Höhe sehen
  • Warum eine Katze schnurrt, wenn sie Schmerzen hat: ein Geräusch, das wie Medizin wirkt


Share to friends
Rating
( No ratings yet )
Nützliche Tipps und Lifehacks für den Alltag